Wenn es still wird
Wir sprechen von der Weihnachtszeit als der stillen Zeit.
Aber wie still ist es eigentlich in deinem Leben?
Vielleicht kennst du das: Selbst wenn für einen Moment nichts zu tun wäre, greifen wir zum Handy, hören Musik, lesen etwas oder beschäftigen uns auf andere Weise.
Einfach nur dasitzen. Nichts tun. Nichts hören. Nichts leisten.
Das kann erstaunlich ungewohnt sein.
Manche Menschen bemerken sogar, dass sie unruhig werden, sobald es still wird. Gedanken tauchen auf, der Körper wird unruhig oder eine innere Anspannung wird spürbar.
Dann geht es nicht darum, diese Unruhe möglichst schnell wegzubekommen.
Vielleicht kannst du sie einfach für einen Moment wahrnehmen.
Wie fühlt sie sich an?
Wo bemerkst du sie in deinem Körper?
Was geschieht, wenn du nichts verändern musst?
Wenn du möchtest, probiere es einmal aus:
Leg dein Handy zur Seite.
Schalte Radio oder Fernseher aus.
Mach es dir bequem und nimm dir einen Moment Zeit.
Du musst nicht besonders ruhig werden und du musst auch nichts erreichen.
Nimm einfach wahr, was gerade da ist.
Vielleicht bemerkst du deinen Atem. Den Kontakt deines Körpers mit dem Stuhl. Geräusche im Raum. Gedanken, die kommen und wieder gehen.
Und wenn Unruhe auftaucht, ist auch sie Teil dessen, was gerade da ist.
Stille muss sich nicht sofort still anfühlen.
Vielleicht beginnt sie einfach damit, einen Moment lang nicht vor dem wegzugehen, was wir wahrnehmen.


Bild@pixabay
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