Was mich in meiner Arbeit leitet
Menschen, die zu mir kommen, möchten zunächst einmal gehört werden. Mit dem, was sie beschäftigt, was sie erlebt haben und vielleicht auch mit Dingen, für die bisher wenig Verständnis da war.
Mir ist wichtig, zuzuhören und wirklich verstehen zu wollen. Nicht vorschnell zu bewerten oder zu sagen, was jemand anders machen sollte. Manchmal bedeutet das einfach, erst einmal da zu sein und gemeinsam auszuhalten, was gerade ist.
Und manchmal braucht es auch Klarheit. Dann darf ich nachfragen, Dinge ansprechen oder einen anderen Blickwinkel anbieten.
Was meine Arbeit fachlich prägt
Mein fachlicher Weg begann mit der systemischen Arbeit und Familienaufstellungen. Schon bald merkte ich: Das allein reicht mir nicht. Ich wollte tiefer verstehen, was Menschen prägt und wie sich belastende Erfahrungen auch im Körper und im Nervensystem zeigen.
So kam ich zu Somatic Experiencing. Die körperorientierte Arbeit mit Trauma und dem Nervensystem wurde zu einem wichtigen Fundament meiner Arbeit – und ist es bis heute.
Und trotzdem war da immer das Gefühl, dass noch etwas fehlt. Dieses Gefühl führte mich schließlich zur prä- und perinatalen Arbeit – zu der Zeit rund um Schwangerschaft, Geburt und unsere allerfrühesten Erfahrungen.
Hier hatte ich zum ersten Mal das Gefühl: Jetzt bin ich angekommen. Vieles von dem, was ich zuvor gelernt hatte, fügte sich für mich zusammen. Es war ein bisschen wie Heimkommen – und hat meinen Blick auf Menschen und ihre Geschichte noch einmal grundlegend erweitert.
Ergänzend arbeite ich mit der Yager-Therapie. Sie ist für mich ein zusätzliches Werkzeug, das ich insbesondere dann einsetze, wenn körperliche Beschwerden mit psychischen Belastungen in Zusammenhang stehen und andere Zugänge nicht weiterführen.
