Trauma – wenn Erlebtes Spuren hinterlässt
Manche Erfahrungen liegen lange zurück – und trotzdem reagieren wir heute noch auf sie.
Vielleicht durch Ängste oder innere Unruhe. Durch Anspannung, Erschöpfung oder das Gefühl, ständig wachsam sein zu müssen. Vielleicht gibt es Situationen, in denen wir plötzlich sehr stark reagieren, obwohl wir selbst kaum verstehen, warum.
Trauma bedeutet nicht einfach, dass etwas Schlimmes passiert ist. Entscheidend ist auch, wie wir eine Situation erlebt haben und welche Möglichkeiten uns in diesem Moment zur Verfügung standen, mit ihr umzugehen.
War eine Erfahrung überwältigend, kann sie auch dann noch Spuren hinterlassen, wenn die eigentliche Situation längst vorbei ist.
Schocktrauma
Ein Schocktrauma kann durch ein einzelnes überwältigendes Ereignis entstehen – beispielsweise durch einen Unfall, eine Operation, einen plötzlichen Verlust, Gewalt oder eine andere Situation, in der wir uns hilflos oder existenziell bedroht erleben.
Auch wenn das Ereignis längst vorbei ist, kann das Nervensystem weiterhin mit hoher Wachsamkeit, Angst, Erstarrung oder anderen Schutzreaktionen antworten.
Entwicklungstrauma
Entwicklungstrauma entsteht meist über einen längeren Zeitraum – besonders in frühen Lebensphasen, in denen wir auf Schutz, Zuwendung und Regulation durch andere Menschen angewiesen sind.
Wiederkehrende Erfahrungen von Angst, Überforderung, Unsicherheit oder fehlender emotionaler Verfügbarkeit können unsere Entwicklung prägen.
Später kann sich dies beispielsweise im Umgang mit Gefühlen, im Selbstwert, in Beziehungen oder in wiederkehrenden Verhaltensmustern zeigen.
Somatic Experiencing®
Seit acht Jahren arbeite ich mit Somatic Experiencing® (SE), einem körperorientierten Ansatz zur Verarbeitung von Trauma und chronischem Stress.
Dabei beziehen wir den Körper und das Nervensystem in die Begleitung mit ein. Wir arbeiten behutsam und in kleinen Schritten. Ressourcen, Orientierung und das Erleben von Sicherheit spielen dabei eine wichtige Rolle.
So können neue Erfahrungen von Sicherheit, Selbstregulation und Handlungsmöglichkeit entstehen.
Begleitung in deinem Tempo
In der Traumaarbeit schauen wir gemeinsam darauf, was dein Nervensystem heute braucht.
Dabei orientieren wir uns an deinen Ressourcen, deinem Tempo und dem, was dir Sicherheit gibt.
So kann nach und nach wieder mehr Vertrauen in dich selbst, deinen Körper und deine eigenen Möglichkeiten entstehen.
